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Plakat
 
Coming in
 
***+*
[mwi]
 
Kinostart: 23. Oktober 2014
mit: [Kostja Ullmann|Aylin Tezel]
von: [Marco Kreuzpaintner]
Genre: [Komödie|Romanze]
 
www.comingin.de
 
Ist das möglich? Ein homosexueller Mann fühlt sich zu einer Frau hingezogen...

EventsZum Inhalt:
Tom Herzner (Kostja Ullmann) ist nicht nur ein angesagter Friseur in Berlin, er hat auch mit seinem Shampoo für Männer großen Erfolg. Toms Lebenspartner und Manager Robert (Ken Duken) sieht noch größeres Potenzial: Auch die Frauen sollen in den Genuss eines Herzner-Shampoos kommen, doch Tom weiß nicht so genau, was Frauen wollen. Ein PR-Termin führt den Starfrisör in den Neuköllner Salon Bel Hair, wo er eigentlich auf Nachwuchsmodel Maja (Paula Riemann) treffen soll. Doch Maja liegt mit einem üblen Kater zuhause und bittet ihre Schwester Heidi (Aylin Tezel) einzuspringen, der ohnehin der Frisörladen gehört. Die unbedarfte Heidi hilft, wo sie kann – allerdings auf ihre ganz eigene, chaotische Art. Sie küsst Tom, ohne zu wissen, dass dieser homosexuell ist. Ein Fotograf nimmt die Szene auf, Tom und Heidi landen auf der ersten Seite einer Tageszeitung.

Als ob dies für den bekennenden Schwulen Tom nicht schon genug wäre, drängt ihn sein Investor dazu einige Tage in Heidi Salon auszuhelfen, damit er auf diese Weise herausfindet, was Frauen wollen. Tom fängt undercover mit Perücke und Fußballtrikot in Heidis Laden an und tritt sofort in einige Fettnäpfchen. Doch er sieht auch, wie rührend sich Heidi um ihre Kunden und ihre Familie kümmert. Und auch privat verbringen die beiden Zeit miteinander. Währenddessen verstehen Toms schwule Freunde, die ein Schwulenmagazin verlegen, die Welt nicht mehr. Tom ist einer ihrer prominentesten Mitstreiter – jetzt will er ein Frauen-Shampoo rausbringen? Und noch viel wichtiger: Was läuft da mit Heidi?

EventsZum Film:
Eigentlich hat Regisseur Marco Kreuzpaintner („Krabat“) ein Problem mit dem Dreh von romantischen Komödien, denn im Grunde funktioniert jeder Film dieses Genres wie „Romeo und Julia“. Allerdings gibt es die ganz großen Hürden, wie Klassenunterschiede, in dieser Form kaum noch. In der Sexualität fand Kreuzpaintner noch eine bestehende Grenze, der er sich mit „Coming in“ annahm. Denn hier gibt es noch die Einteilung in hetero, bi und schwul. „Wer in keine dieser Schubladen passt, bekommt oft Probleme“, so der Regisseur. Für diesen Konflikt wählte Kreuzpaintner eine heterosexuelle, weibliche Figur und einen homosexuellen, männlichen Part. Eigentlich dürften die beiden nicht zusammenkommen. Kreuzpaintner treibt das Ganze auf die Spitze, indem er „beide Lager“ aufeinander prallen lässt – die beiden Haupfiguren sollen gefälligst in ihren Schubladen bleiben! Oder?

EventsFazit:
Gar nicht so einfach, eine Geschichte wie „Coming in“ ohne Klischees zu erzählen. Das hat sich wohl auch Regisseur Marco Kreuzpaintner gedacht und versucht es gar nicht erst. Er nimmt sie und überspitzt sie. Meistens geht das gut, selten übertreibt er es aber. Als Beispiel sei hier Heidis Freund genannt, der ein Fußballproll vom Reißbrett ist. Aber insgesamt ist „Coming in“ eine romantische Komödie, die Kreuzpaintner mit viel Herz und einer Prise Ironie erzählt. Das Wichtigste ist ohnehin, dass die Hauptfiguren glaubwürdig sind und sie gut harmonieren. Bei „Coming in“ passt also einschließlich des versöhnlichen Endes vieles zusammen, auch wenn einige Konflikte noch etwas tiefergehend hätten behandelt werden können. Das wäre aber wahrscheinlich ein doch zu hoher Anspruch an eine romantische Komödie.


Bilder: © 2014 Summerstorm Entertainment GmbH / Warner Bros. Entertainment GmbH