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Plakat
 
Nightcrawler
Jede Nacht hat ihren Preis
****+
[mwi]
 
Kinostart: 13. November 2014
mit: [Jake Gyllenhaal|Rene Russo]
von: [Dan Gilroy]
Genre: [Thriller|Satire]
 
www.nightcrawler-film.de
 
Jake Gyllenhaal in einem Film zwischen Thriller und Mediensatire

EventsZum Inhalt:
Lou Bloom (Jake Gyllenhaal) ist offen für vieles: Er ist auf der Suche nach einem Job, in dem er sich entwickeln kann, aber auch für Gaunereien ist er zu haben. Skrupel kennt er nicht, dafür diverse Weisheiten aus dem Internet, die er vor sich hinbetet, ohne sie zwingend auf die jeweilige Situation anzuwenden. Als er eines Nachts einem Kamerateam dabei zusieht, wie es einen Unfallort filmt, kommt ihm die Idee selbst zum Nightcrawler zu werden. Er kauft sich eine Kamera und legt sich auf die Lauer. Seine ersten Aufnahmen sind verbesserungswürdig, aber Nachrichtenproduzentin Nina (Rene Russo) kauft ihm sein Material ab und gibt ihm ein paar Tipps mit auf den Weg.

Lou macht weiter, hört den Polizeifunk ab und macht immer bessere Aufnahmen von Unfällen und Verbrechenstatorten. Nina nimmt ihn die Aufnahmen regelmäßig ab und fordert immer spektakulärere Bilder – die Lou ihr beschafft. Das Geschäft floriert, er kauft ein neues Auto, stellt einen Praktikanten ein und fängt an selbst einzugreifen: Wenn ein Tatort nicht interessant genug aussieht, wird die Leiche kurzerhand an die „richtige“ Stelle gezogen. Als der umtriebige Nightcrawler unbemerkt zwei Mörder filmen kann, verheimlicht er dies Nina und der Polizei gegenüber. Er wittert das ganz große Geschäft mit dem Material – und geht dabei so weit wie noch nie.

EventsZum Film:
Dan Gilroy ist bisher noch nicht als Regisseur in Erscheinung getreten. „Nightcrawler“ ist sein Debüt, für das er sein eigenes Skript verfilmt. Drehbücher ist ohnehin sein Metier. Gilroy schrieb schon die Vorlage für „Das Bourne Vermächtnis“ und „Freejack“. Mit „Nightcrawler“ konnte er Schauspieler Jake Gyllenhaal („Prisoners“, „Enemy“) so sehr beeindrucken, dass dieser nicht nur die Hauptrolle annahm, sondern auch als Produzent mit dabei war und auch das Casting beeinflusste. Für die Besetzung von Rene Russo dürfte allerdings Gilroy verantwortlich gewesen sein – die beiden sind verheiratet. „Sie hat die Fähigkeit, gleichzeitig äußere Härte und innere Sensibilität zeigen zu können – genau das zeichnet Nina aus“, so Gilroy.

EventsFazit:
„Nightcrawler – Jede Nacht hat ihren Preis“ ist vor allem ein Thiller, aber auch eine bitterböse Mediensatire. Der Charakter Lou Bloom ist dabei nur wenig überzeichnet, sodass man ihm seine Handlungsweise abnimmt. Natürlich ist Lou Bloom keine Identitikationsfigur, nicht zuletzt dank Jake Gyllenhaals schauspielerischer Leistung bewahrt man als Zuschauer eine gewisse Distanz zu dem Soziopathen, der ohne Moral agiert, stattdessen seine eigene Variante des amerikanischen Traums lebt. Trotzdem will man zu jeden Zeitpunkt wissen, wie es mit Lou weitergeht. Regisseur Gilroy baut geschickt die Spannung auf und lässt Gyllenhaal genug Platz, damit dieser sich entfalten kann. Dieser macht aus „Nightcrawler“ beinahe eine One-Man-Show, liefert eine grandiose Leistung ab.